Ein Jahr “Piano 9” …

… und wie kann man gleichmäßig spielen?

Dieses Wochenende jährt sich mein 1. Upload von einem Pianostück des Buchs (Piano 9) auf YouTube.

Zufälligerweise gibt es zudem seit dieser Woche das erste Cover davon auf YouTube. Von einem erwachsenem Anfänger, der Klavierspielen selbstständig (u. a. mit dem Buch), ohne Klavierlehrer lernt. Er spielt Piano 9 und hat daraus auch seine eigene Version gestaltet. Das ist ja schließlich eines der Hauptziele, die mit dem Buch erreicht werden können. Frei über etwas zu improvisieren. Darüber habe ich mich sehr gefreut, vor allem auch, dass ich Feedback geben durfte.
Denn was bei ihm und bei fast allen Anfängern (und nicht nur bei diesen…;-)) passiert, ist folgendes: 16-tel Noten (siehe Piano 9) werden relativ schnell gespielt, aber der Übergang zum nächsten Takt dauert zu lange. Dadurch wird das Spiel ungleichmäßig.
Da gibt es nun ein paar Möglichkeiten zur Lösung:

  • die linke Hand könnte schon früher loslassen, damit sie “pünktlich” bei den nächsten Tönen ist. Wenn Pedal verwendet wird stört das nicht. Oft liegt die Verzögerung nicht an der rechten Hand, die ja bei Piano 9 liegen bleibt, sondern an der linken, weil diese ja die Position verlassen muss.
  •  Wenn man insgesamt langsamer spielt, hat man mehr Zeit für die Übergänge und dann wird es auch gleichmäßiger. Wenn es langsam gleichmäßig klappt, kann man es im Tempo immer mehr steigern.
  • Zudem muss man wirklich immer innerlich mitzählen… Denn bei diesem Stück passiert es leicht, dass es zu viele Wiederholungen werden.
  • Das langsame Üben und innerliche oder sogar laute Mitzählen halte ich für die beste Möglichkeit, um gleichmäßig zu werden. Zuerst kann man wirklich alle 16-tel zählen also: 1+2+3+ usw. (siehe Buch S. 12). Wenn das gut klappt und es schneller wird, nur noch 1 2 3 4 5 6 .

Das Metronom zur Hilfe und Kontrolle
Das Metronom nehme ich immer erst dann, wenn man innerlich mitzählen kann, damit man z. B. auch weiß, wo die eins im Takt ist usw.  Und das natürlich erstmal langsam. Das Metronom ist super hilfreich, wenn man sich im Tempo steigern möchte. Dann fängt man z. B. bei 60 bpm an, und steigert sich langsam hoch auf z. B. 84 bpm, wenn das das gewünschte Endtempo ist.
Bei längeren Stücken kann man es gut dafür benutzen, um zu kontrollieren, ob man am Ende immer noch genauso schnell spielt, wie am Anfang…?

Zudem kann mit Metronom feststellt werden, ob man wirklich alle Übergänge und Passagen im Stück im gleichen Tempo schafft, oder ob man sich hier und da zu viel Zeit lässt.
Nun hoffe ich, dass meine Tipps für euch hilfreich sind.

In jedem Fall freue ich mich auf viele weitere Improvisationen und Cover, oder Interpretationen wie man bei klassischer Musik sagen würde…. ?

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